Biographie

Das musikalische Verwandlungsgenie

Oliver "Olli" Michael Dittrich wurde am 20.11.1956 (Sternzeichen Skorpion) in Offenbach am Main geboren, lebt jedoch seit seinem 3. Lebensjahr in Hamburg. Der Sohn eines Journalisten und einer Malerin wuchs dort mit seinen zwei Brüdern Markus und Thomas auf. Inzwischen ist er 1,80m groß und hat blaue Augen. Zu seinen Hobbys zählen unter anderem: Fußball (Borussia Dortmund, HSV), Tiere (besonders Esel und Bären), Sherlock Holmes, Tennis, Malen, Rätsel und natürlich Musik. Seine Lieblingsmusiker sind unter anderem die Beatles und Elton John. Olli charakterisiert sich selbst als peniblen Perfektionisten, den es krank macht, wenn gepfuscht wird. Privat zieht er sich vollkommen zurück und schöpft daraus die Energie für seine Machenschaften. Olli ist treu, ruhig, grüblerisch und seine Freunde sind ihm heilig.

Olli ging aufs Gymnasium, blieb jedoch mehrmals sitzen und mußte auf die Realschule wechseln, wo er 1975 die Mittlere Reife absolvierte. Während seiner Schulzeit interessierte er sich "nur" für Fußball und Mädchen, außerdem kannte er alle Namen der Crew von Raumschiff Orion auswendig. Auch sportlich war er sehr aktiv und spielte als Linksaußen beim TUS Alstertal. Darüberhinaus war er ein sehr guter Läufer (er schaffte die 100m in 11,6 Sek!) und konnte so immer gut vor Prügeleien weglaufen, denn er war ein "ängstliches Kind" und hat sich fast nie geprügelt. Sein anderes großes Hobby zu dieser Zeit war, wie auch heute noch, die Musik. Mit der Zeit lernte er Gitarre, Schlagzeug und Klavier zu spielen und hatte eine Gesangsausbildung.

Seine erste richtige Band hatte er mit 16 Jahren und seine erste Single hieß "Ich bin 18" und erschien 1977. Nach der Schule erlernte er bis 1978 den Beruf des Theatermalers an der Hamburger Staatsoper. Danach arbeitete er 7 Jahre bei einer Plattenfirma. Die Musik hat er die ganze Zeit nicht vergessen, im Gegenteil. Er hatte eine Vision: er wollte Popstar werden. In den folgenden Jahren komponierte und schrieb Olli etliche Lieder und nahm Demobänder auf. Unter anderem komponierte er das Instrumentalstück "Alassio" für James Last, schrieb "Kleines Herz" für die Prinzen. Aber er sang auch selber, wie z. B. als Gast bei der Tone Band auf deren Album "Tokyo Twist" aus dem Jahr 1982 (Das Cover hat übrigens Olli gemalt). Zusammen mit Ulf Krüger nahm er die Single "Red Hot" auf und kreierte als "Olmidi" eine neue Version des Flipper-Songs. Insgesamt kam er auf etwa 250 Lieder. 1989 nahm er unter dem Namen "TIM" sein erstes Album "Modern Guy" auf, das sich jedoch nur knapp 300 mal verkaufte. Zu diesem Album nahm er auch zwei Videos auf: "Happy New Year" und "Tracey Lee", das in Edinburgh gedreht wurde.

Zur Komik kam er, als sein Leben überhaupt nicht komisch war (was nicht heißen soll, daß er nicht vorher schon ein lustiger Mensch war). Ständig litt er unter Geldnot, wußte oft nicht, wie er sich am nächsten Tag etwas zu essen kaufen sollte. Aus Frust nahm Olli für seinen Anrufbeantworter kleine Blödelgeschichten auf, in denen er Menschen imitierte. Die Aufnahmen wurden zum Geheimtip. Aus Frust wurde Lust, aus Hörspielen wurden eigenproduzierte Filmstücke, die er unter anderem mit seinem Bruder Markus aufzeichnete. Mit Markus zusammen drehte Olli damals auch die ersten Versionen von "Olli, Tiere, Sensationen".

1992 trat Olli schließlich im Hamburger "Quatsch Comedy Club" auf, wo er Wigald Boning kennenlernte. Die beiden taten sich zusammen, witzelten in Wigalds Sendung "Bonings Bonbons", die auf dem PayTV-Sender Premiere ausgestrahlt wurde, aber auch noch bei vielen anderen Angelegenheiten. Dabei entstand damals auch eine frühere Form von "2 Stühle - 1 Meinung". Außerdem gründeten sie eine Band: "Wigald Boning & Die Doofen" und nahmen eine CD mit dem Titel "Langspielplatte" auf, auf dem sie neben vielen anderen die Lieder "Fiep, Fiep, Fiep" und "Ich bin ganz aus Lakritz gemacht" zum Besten gaben.

Wigald und Olli waren seit der ersten Folge am 6. November 1993 im Team der RTL Samstag Nacht - Show. Olli schrieb viele seiner Gags selbst und trug sie in seinen Stamm-Rubriken Spocht, 2 Stühle - 1 Meinung (die Inhalte hierfür entwickelten Wigald und Olli jeweils einen Tag vor der Aufzeichnung der Show im Steakhaus) und Kentucky Schreit Ficken/Senen einer Zehe vor. Seine Spezialität dabei waren und sind immernoch kleine Wortspiele, sowie die Verwandlung in andere Persönlichkeiten (wie z.B. Mike Hansen oder Boris Becker), die er perfekt beherrscht. Für ihre Leistungen in "2 Stühle - 1 Meinung" erhielten Olli und Wigald sogar den Grimme Preis. Auch die gesamte Samstag Nacht Crew wurde mit verschiedenen Preisen geehrt, darunter waren u. a. Der goldene Löwe und der Bambi-Preis.

Von der Musik hatten Olli & Wigald jedoch immer noch nicht genug, darum taten sie sich als "Die Doofen" zusammen und führten die Lieder ihres Zyklus "Lieder, die die Welt nicht braucht" in der Samstag Nacht Show vor. Die Lieder fanden so großen Anklang, daß sich die beiden 1995 entschlossen, die Songs auf CD zu pressen. Mit ihrer Single "Mief!" stürmten sie Sommer ’95 die Charts und waren wochenlang auf Platz 1. Die "Lieder, die die Welt nicht braucht" fanden über 1 Million zumindest so brauchbar, daß sie die Platte kauften. Als weitere Single wurde "Jesus" aus diesem Album veröffentlicht. Auch für diese Leistung wurden die beiden mit vielen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet (Echo, ...)

Kein Aprilscherz war es, daß am 1. April 1996 das zweite Album "Melodien für Melonen" auf den Markt kam, das sich auch etwa 250.000 Mal verkaufte. Singleauskopplungen aus diesem Album waren "Prinzessin de Bahia Tropical", "Zicke Zack Tsatsiki" und "Lach doch mal". Doch noch nicht genug davon, Olli spielte nebenbei noch in anderen Bands: Schon seit Anfang der Neunziger war er in der Truppe von "Susi’s Schlager Sextett" neben Susi Frese und Ralf Hartmann. Und als großer Beatles-Fan spielte er mit Jon Flemming Olsen und Stephan Zacharias in der Revival-Band "Die Bietels".

Olli ließ es sich auch nicht nehmen, seinen künstlerischen Horizont noch zu erweitern, und wand sich, wie bereits seine Kollegen Wigald Boning, Esther Schweins und Stefan Jürgens vor ihm, dem Film zu. Im Frühjahr 1997 hatte er einen kurzen Gastauftritt im ZDF-Film "Der Neffe", in dem er am Ende seine Filmfreundin Martina Gedeck von Bahnhof abholt. Am 14. Mai 1998 war der Filmstart des Kinofilms "Frau Rettich, die Czerni und ich", in dem Olli in seiner ersten größeren Filmrolle als "der Bart" zu sehen war.

Am 30. April 1998 war der Aufzeichnungstermin für die letzte RTL Samstag Nacht - Sendung (ausgestrahlt wurde sie am 23. Mai ’98), danach wurde die Show eingestellt. Einige Zeit später wurde die CD "Zwei Stühle - Eine Meinung" veröffentlicht, auf der die besten Episoden der Sketchreihe, sowie das letzte Lied der Doofen "Time to say goodbye" zu finden ist.

Aber auch nach RTL Samstag Nacht wurde es nicht still um ihn: Von Oktober 1998 bis März 2001 war Olli der Außenmoderator bei "Wetten dass..?", und lieferte als Karl-Heinz Brinkmann Vorschläge für neue Wetten. Sein zweiter Kinofilm ließ auch nicht lange auf sich warten: Am 25. Februar 1999 kam Helmut Dietl’s Film "Late Show" in die deutschen Kinos. Olli spielt in diesem Film den Redakteur Andi Wollner.

Ab dem 5. März 2000 konnte man Olli neben Wetten dass..? noch in einer weiteren Show im ZDF sehen: In seiner eigenen! In der ersten Staffel gab es sechs Folgen von Olli, Tiere, Sensationen, in der er das tat, was er am besten kann - Menschen darstellen. So erfuhr man neues vom Hamburger Zuhälter Mike Hansen, sah das wirklich wahre Leben von Dittsche, bekam medizinischen Rat von Dr. Holz und tiefe Einblicke in das Leben prominenter und normaler Menschen. Am Ende jeder Show gab es ein Lied von "den zauberhaften" Affen: Olli, Susi Frese und Ralf Hartmann. Zehn weitere Folgen liefen zwischen März und Mai 2001 in der 2. Staffel, in der es einige Neuerungen gab. So wurde die Show dieses Mal vor Studiopublikum aufgezeichnet, es gab Butsche Rooney’s Trainigsdokumentation und in jeweils kleinen Einspielern sah man das "Blind Date", die Geschichte eines ersten Rendezvous zwischen Rainer und Yvonne in einem Restaurant - eine Improvisation von Olli und Anke Engelke.

Olli, Tiere, Sensationen wurde nach dieser zweiten Staffel eingestellt, jedoch das Blind Date, das daraus entstanden ist, fand so großen Anklang, daß es später noch einmal als kompletter Film ausgestrahlt wurde. Aufgrund der großen Beliebtheit bei den Zuschauern, entschlossen sich Olli und Anke ein zweites Blind Date zu drehen. Auch hier wußten die beiden außer dem Ort des Geschehens nichts über den anderen oder den Verlauf des "Dates". "Blind Date 2 - Taxi nach Schweinau" wurde am 8. Juni 2002 ausgestrahlt und zeigt die Ereignisse einer Taxifahrt nach Engelskirchen mit Uwe, der zur Testamentseröffnung seines Vaters muß und den Zug verpaßt hat, und der "ruhigen Ruth", der Taxifahrerin. Blind Date 2 wurde für den Deutschen Fernsehpreis 2002 nominiert und gewann sogar den Adolf Grimme Preis 2003 in Gold sowie den Bayerischen Fernsehpreis 2003. 2002 probierte er sein Können auch in einem weiteren Unterhaltungsmedium - dem Hörbuch. Zusammen mit Anna R. (Rosenstolz) las er Kati Neumann’s Buch "Was denkst Du?".

Im September 2002 startete ein weiteres Projekt von Olli: Es zog ihn mal wieder auf die Bühne, dieses Mal mit einem Comedy-Programm zusammen mit Bastian Pastewka. Auch die Musik kam nicht zu kurz, denn "Die Affen" waren bei dem Programm mit von der Partie, und so war es nicht nur "Ein Abend mit Bastian Pastewka & Olli Dittrich", sondern auch mit Susi Frese und Ralf Hartmann. Die Show wurde zunächst in den Heimatstädten der Akteure, in Hamburg und Bonn, vorgestellt. Die Vorstellungen waren schnell ausverkauft und selbst für die Zusatztermine waren die Eintrittskarten schnell vergeben. Darum ging es im Herbst 2003 mit dem Programm auf große Deutschlandtour durch 60 Städte.

Aber nochmal zurück ins Jahr 2002, denn da gab es zum weihnachtlichen Jahresausklang noch ein drittes "Blind Date" - "Der fünfbeinige Elefant" zeigt die Geschichte von Sascha von Kramm und Constanze Pillmann, die nach Weihnachten zusammen in einem Aufzug steckenbleiben und so miteinander ins Gespräch kommen. Das gibt den beiden die Gelegenheit, sich über ihre derzeitigen Probleme und Sorgen auszureden und bringt sie sogar etwas näher zusammen...

Auch 2003 war für Olli wieder ein "Jahr der Filme". Im März drehten Anke und Olli "Blind Date 4 - London-Moabit" in einem Zug. Diese Episode zeigt das Treffen zwischen Kalle, einem Hobbymusiker, und Caroline, einer Hotelfachfrau aus England, im Zugabteil auf der Bahnfahrt von Bonn nach Bingen. Ausgestrahlt wurde das vierte Blind Date am 29. Juni 2003. Auch ein weiterer Kinofilm stand auf dem Plan: Im April begannen die Dreharbeiten zu "Der WiXXer", in dem Olli mit Anke Engelke ein Ehepaar spielen, das Zeuge eines Mordes wurde. Die Hauptrollen haben Oliver Kalkhofe, Oliver Welke und Bastian Pastewka und der Film ist eine Parodie auf die alten Edgar Wallace Filme. In die Kinos kam der Film am 20. Mai 2004.

Im September 2003 vor Beginn der Deutschlandtour von Ollis und Bastians gemeinsamen Programm drehte Olli in Berlin seine Szene für den Film "Stauffenberg", der das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 schildert. In dieser kleinen Szene spielt Olli den Propagandaminister Joseph Goebbels, als dieser erfärt, dass das Attentat fehlgeschlagen ist und Hitler noch lebt. Der Sendetermin war der 25. Februar 2004

Schon vier Tage später, am 29. Februar 2004, startete ein Projekt, für das Olli über ein Jahr hat kämpfen müssen, um es bei einem Sender platzieren zu können: "Dittsche - Das wirklich wahre Leben". Auf dem WDR findet Dittsche schließlich einen Sendeplatz sonntags um 22:30 Uhr. Und das Durchhaltevermögen hat sich gelohnt, denn der Imbissbuden-Titan, der beim wöchentlichen Bierflaschentausch in Bademantel und Jogginghose den Imbisswirt Ingo mit seinen Theorien meistens nicht an die Wand sondern an den Grill redet, gewinnt den Deutschen Fernsehpreis 2004. Und nichtmal ein Jahr später wird der "Überraschungserfolg" für den Adolf Grimme Preis nominiert, und gewann die begehrte Auszeichnung sogar in Gold.

Nach den ersten 11 Folgen von Dittsche gab es dann erstmal eine kleine Pause, in der sich Olli um einige weitere Projekte kümmerte. Zunächst drehte er mit Anke Engelke das 5. Blind Date mit dem Titel "Blaues Geheimnis". In dieser Folge treffen sich die beiden im Rahmen eines Elternsprechtags, bei dem Anke die Grundschullehrerin Sonja Mette und Olli den Vater und Zirkusdirektor Rocco "Marokko" Hakim verkörpert. Sie besprechen die Leistungen und einige Bilder von Roccos Sohn Florian. Im Verlauf des Gesprächs erfährt man, daß Florians Mutter die Taxifahrerin Ruth aus dem 2. Blind Date ist, und dass Florian aus einer Affäre der beiden entstanden ist. Rocco ist etwas in Eile, da er noch Ersatz für ein totes Zirkuspferd besorgen muß, und auch Sonja ist ein wenig zerstreut, da sie vormittags auf der Beerdigung der Frau ihrer alten Schulliebe war. Ausgestrahlt wurde das Blind Date am 11. Juli 2004 im ZDF.

Von Juni bis Juli 2004 war Olli wieder auf einer kleinen Deutschlandtour mit Bastian Pastewka, Susi Frese und Ralf Hartmann. Das Programm bestand dieses Mal jedoch zu einem großen Teil aus Improvisationen zwischen Olli und Bastian auf der Bühne, so daß einige feste Teile der Vorjahrestour fehlten.

Am 12. September 2004 ging es dann mit 10 neuen Folgen in die zweite Staffel von "Dittsche - Das wirklich wahre Leben". Da der wirkliche Imbiss über den Sommer den Besitzer wechselte, fanden die Diskussionen im frisch renovierten Imbiss statt. Und nicht nur der renovierte Imbiss war neu, es wurde seitdem auch immer live gesendet.

Doch bevor es mit der 3. Staffel Dittsche weiterging, drehte Olli mit Anke Engelke Ende Januar in Bonn das 6. Blind Date - "Tanzen verboten". Anke und Olli spielten dieses Mal ein Ehepaar, das in einer Krise steckt. Erstmalig kannten sich die beiden Figuren bereits vor ihrem Treffen, ein Drehbuch gabt es jedoch wie bei den vorherigen Folgen nicht. Als Sendetermin wurde der 20. Mai 2005 festgelegt.

Ab dem 20. Februar 2005 durften sich die Fans auf die dritte Staffel von Dittsche mit 16 neuen Folgen freuen. Während dieser Staffel entwickelte sich allerdings schon das nächste Projekt weiter. Denn Jon Flemming Olsen, der sonntags den Imbissbudenbesitzer Ingo mimt, ist schon seit Jahren der geistige Vater der Country-Band "Texas Lightning & The Rodeo Rockets". Ende 2004 verließen zwei der fünf Mitglieder die Band und als Ersatz wurden Jane Comerford als Sängerin und Olli als Schlagzeuger gefunden.

So nannte sich die Band, die sich aus Jonny "The Flame" Olsen, Miss Jane Comerford, Markus "Fastfinger" Schmidt, Uwe "Friendly" Frenzel und Olli "Ringofire" Dittrich zusammensetzt, von nun an nur noch "Texas Lightning". Zunächst waren für die neue Besetzung nur Auftritte in privaten Kreisen geplant, aber das erste öffentliche Konzert lies nicht lange auf sich warten. So kam es dann, dass Texas Lightning am 19. Mai 2005 im Hamburger Knust ihr Debüt als Support-Band für Kim Carson gaben.

Texas Lightning spielen klassische Country-Hits, aber auch weitere Songs, die ursprünglich nicht aus dem Country-Bereich kommen, wie z.B. "Dancing Queen" von ABBA, "Man In The Mirror" von Michael Jackson oder gar "Ticket To Ride" von den Beatles. Diese bunte Mischung im Country-Mantel nahmen sie auf CD auf und nannten sie "Meanwhile, Back At The Ranch...". Als Auskopplung dazu gab es das Lied "Like A Virgin". Mit einer ganzen Reihe Songs im Gepäck ging es im September/Oktober 2005 auf Deutschland-Tour.

Nach dem Abschluß der Texas Lightning Tour ging es dann zunächst mit neun weiteren Folgen in der vierten Dittsche Staffel weiter. Für Dittsche gab es in der Zwischenzeit auch zwei weitere Nominierungen: für den Deutschen Comedy Preis 2005 und für die EinsLive Krone 2005.

2006 beginnt der große Durchbruch für Texas Lightning. Bereits Ende 2005 standen die Kandidaten des deutschen Vorentscheids für den Eurovision Song Contest 2006 fest. Im März 2006 setzen sich Texas Lightning bei der Vorentscheidung mit ihrem Song "No No Never" schließlich gegen Thomas Anders und Vicky Leandros durch. Am 20. Mai 2006 repräsentieren sie Deutschland beim 51. Eurovision Song Contest in Athen und belegen letztendlich den 15. Platz im Mittelfeld der Teilnehmer. Auch wenn es der Song in Athen nicht auf das Siegertreppchen geschafft hat, so war er umso erfolgreicher in der Heimat. Mehrere Wochen belegte "No No Never" Platz 1 der Single-Charts und erhielt mit über 450.000 verkauften Exemplaren sogar Gold- und Platin-Status.

Im September 2006 veröffentlichten Texas Lightning ihre neue Single "I Promise" und legten ihr erfolgreiches erstes Album "Meanwhile, Back At The Ranch..." mit sechs neuen Songs und Bonus-DVD nochmals neu auf. In einer kleinen Rolle als Pinocchio kann man Olli im Oktober 2006 in der Fortsetzung des Erfolgfilms über die sieben Zwerge von Otto sehen: "Sieben Zwerge - Der Wald ist nicht genug".

Im Dezember 2006 wird in der ARD das Harald Schmidt Show Spezial "Was tun, Herr Beckenbauer?" ausgestrahlt. Harald Schmidt führte ein ca. 20-minütiges Interview mit Franz Beckenbauer, der hier von Olli verkörpert wurde und sich den kritischen Fragen in bester Kaiser-Manier stellte. Das Interview wurde für den Adolf Grimme Preis nominiert.

Ab November 2007 war Olli verstärkt im Fernsehen präsent. Denn zum ersten Mal konnte man ihn in Werbespots sehen. Er verkörperte "Unsere härtesten Kunden" und wurde zum neuen Gesicht für die Elektronikmarkt-Kette Media Markt. Zur selben Zeit wurde die DVD "Ein Mann hat viele Gesichter" veröffentlicht, eine Sammlung der vielen Werke von Olli aus über 20 Jahren seines künstlerischen Schaffens. Viele Raritäten, wie etwa ein Musikvideo von TIM oder Ausschnitte aus der ersten Version von "Olli, Tiere, Sensationen", die Olli mit seinem Bruder Markus produziert hat. Aber auch die Highlights aus seinen späteren Werken sind daruf enthalten, wie das 6. Blind Date, Ausschnitte aus Dittsche oder das Beckenbauer-Interview "Was tun, Herr Beckenbauer?".

Passend zur Fussball-EM 2008 wurden neue Spots für den Media Markt speziell mit der Figur Toni, einem Italinier, produziert, die jedoch großes Aufsehen erregten und nach einiger Zeit wieder aus dem Programm genommen wurden. Ab Oktober 2008 gab es weitere neue Spots unter dem Motto "Unsere härtesten Kunden 2".

Im Oktober 2008 erfüllt sich Olli nach fast einem Jahr Bearbeitungszeit einen weiteren Traum und veröffentlicht sein Solo-Album "11 Richtige", auf denen er seine Kompositionen und Texte mit bis zu 60 Orchestermusikern darbietet. Neben Judith Rosmair und Anke Engelke begleitet ihn auch David Garrett. Die Kompositionen verschiedener Stilrichtungen entstammen überwiegend aus früheren Zeiten, die Texte erhielten einen aktuelleren Kontext.

2009 gab es gute und schlechte Neuigkeiten von Texas Lightning. Die gute war ein neues Album: "Western Bound", der Soundtrack zum Film "Winnetoons - Der Schatz am Silbersee". Als Single wurde das Lied "Seven Ways To Heaven" veröffentlicht. Die schlechte Nachricht war, dass Jon Flemming Olsen die Band verlassen sollte. Doch für Ersatz war glücklicherweise gesorgt, und so übernahm Marshall Malte Pittner die Position von Jonny "The Flame".

2009 erhielt Olli einen weiteren Preis für seine Sendung "Dittsche": Er wurde mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Im Jahr 2010 ist Olli nach einem Gastauftritt in Detlef Bucks Film "Same Same But Different" nun nach längerer Zeit auch wieder in einer größeren Kinorolle zu sehen. Er spielt den Reporter Harry Hirsch in Otto Waalkes Kinofilm "Otto’s Eleven". Weitere Gastauftritte hatte er im Januar 2011 ausgestrahlten Fernsehfilm "Nachtschicht - Ein Mord zuviel", sowie dem im Mai gesendeten Film "Carl & Bertha", der die Geschichte von Carl Benz erzählt.

2011 erblickt ein weiteres großes Projekt von Olli das Licht der Welt: Im März stellte er sein erstes eigenes Buch vor: "Das wirklich wahre Leben". Zusammen mit Anne Ameri-Siemens arbeitete er fast ein Jahr an diesem Buch, schrieb seine Geschichten und Anekdoten nieder und überarbeitete die Interviews über die wichtigen Stationen seines Lebens. In Lesungen quer durch Deutschland stellte er sein Buch vor und erzählte seine Geschichten.

     

Am 26. Mai 2011 startete der Kinofilm "Die Relativitätstheorie der Liebe", der erste Kinofilm, in dem Olli die Hauptrolle spielte. Neben Katja Riemann hatte er jedoch nicht nur eine Hauptrolle, beide spielten jeweils 5 Figuren in diesem Film. Sie erzählen die verworrenenen Geschichten von 5 Großstadtpärchen, die auf den ersten Blick nichts miteinander gemeinsam haben, doch deren aller Leben von der Liebe bestimmt wird.

Letzte Aktualisierung: Juli 2011